Es gibt Erdbeeren!

Juhuu, die Erdbeerzeit beginnt! Es gibt die ersten fränkischen Bio-Erdbeeren, die, wie ich finde, herrlich süß schmecken. Deshalb werden die Ersten bei uns immer einfach so vernascht. Noch besser schmeckt es mit dem Wissen, dass die kleinen Früchte nicht von weit her kommen, sondern direkt hier aus dem Knoblauchsland.

Ich habe mich gefragt, welches Rezept ich euch bereitstellen könnte. Da neulich bei unserem Nachbarschaftsküchen-Webinar der Wunsch nach Ideen für vegane Süßspeisen geäußert wurde, kommt hier jetzt also ein Rezept für ein leckeres Erdbeer-Tiramisu.

Habt ihr schon die ersten Erdbeeren genossen? Und was bereiten ihr euch gerne mit ihnen zu? Lasst uns in den Kommentaren daran teilhaben!

Erdbeer-Tiramisu

Selbstgemachte Gemüsebrühe

Sabine zeigt uns heute ihr Rezept für eine selbstgemacht Gemüsebrühpaste. Damit könnt ihr Gemüsereste verwerten, vermeidet gekaufte Brühe mit vielen Inhaltsstoffen und habt ein Produkt, das sich bis zu drei Monate im Kühlschrank hält. Unten im Rezept seht ihr, welches Gemüse Sabine verwendet hat – zwecks der Klimafreundlichkeit könnt ihr aber auch das nehmen, was ihr gerade da habt und was bald weg muss 🙂 Viel Spaß beim Nachmachen!

Selbstgemachte Gemüsebrühpaste

Spargelzeit

Heute bin ich über den Markt geschlendert und habe den frischen Spargel gesehen, der ja momentan Saison hat. Da bin ich auf eine Idee gekommen. Erinnert ihr euch an die Lauch-Quiche aus der Nachbarschaftsküche im Februar? Den Lauch kann man hier einfach durch Spargel ersetzen. Beides gibt es gerade vom Freiland und kann damit für eure klimafreundliche Gerichte verwendet werden. Ob es grüner oder weißer Spargel sein soll bleibt euch überlassen. Entscheidend ist, dass ihr deutschen Bio-Spargel verwendet. Denn die Werte im Klimateller unterscheiden sich je nach Einstellung deutlich:

Spargel hat wenig Kalorien, aber viele verschiedene Nährstoffe. Er besteht zu 93 Prozent aus Wasser und hat daher nur 18 Kilokalorien pro 100 Gramm. Er enthält unter anderem Kalium und Asparagin, einen Eiweißbaustein, der für den Spargel namensgebend war.

Ich habe auf die Quiche trotzdem noch etwas Lauch, dann muss man sich auch nicht für ein Gemüse entscheiden 🙂 Erinnert ihr euch noch an die Quiche aus der Nachbarschaftsküche? Kocht sie doch mal wieder nach und schickt uns ein Bild!

Spargel-Quiche mit Räuchertofu

Digitale klimafreundliche Nachbarschaftsküche

Liebe Klimaköchinnen und Klimaköche, 

da wir leider immer noch nicht zusammen Kochen können, haben wir uns etwas anderes überlegt. Denn wir möchten uns weiterhin mit allen Interessierten über Erfahrungen mit klimafreundlicher Ernährung austauschen, Klimaschutz-Wissen vermitteln, Fragen beantworten und Tipps geben. Deshalb laden wir am 22. Mai um 18:00 Uhr zur „Digitalen Nachbarschaftsküche“ ein.

Wir möchten von Euch wissen…
Welche Herausforderungen erlebt Ihr zur Zeit in in Bezug auf klimafreundliche Ernährung? Welche klimafreundlichen Frühlingsgerichte habt Ihr schon ausprobiert? Wie können wir Euch unterstützen?

Und ganz konkret Infos geben…
Bedeutet klimafreundlich automatisch vegan? Wie lässt sich durch Hülsenfrüchte unser Proteinbedarf decken? Welche Tipps gibt es für die Zubereitung regionaler Hülsenfrüchte?

Aber wir freuen uns auch einfach Euch mal wieder zu hören und auf Eure Fragen zu allen möglichen Facetten klimafreundlicher Ernährung. 
Anmeldung per E-Mail an info@nachhaltigkeit-trifft-altstadt.de

Auf Schatzsuche im Vorratsschrank

Da das Einkaufen im Moment eher anstrengend als angenehm ist, habe ich mir gedacht, warum nicht mal den Vorratsschrank durchsuchen? Und siehe da, ich habe Bohnen gefunden und Hirse gab es auch noch.

So ist dann also dieses Rezept entstanden. Weiße Bohnen sind ein idealer Eiweiß-Lieferant, der unter anderem auch die Mineralstoffe Magnesium, Kalium, Kalzium und Phosphor enthält. In Kombination mit Hirse wird es noch besser, mit ihren tollen Inhaltsstoffen wie Magnesium und Spurenelemente, Eisen und Zink sowie Silizium (auch als „Kieselsäure“ bekannt). Auch essentielle Aminosäuren und die Vitamine B1, B3, B5 und B6 enthält die Hirse.

So könnt ihr euch ein gesundes Essen zaubern, ohne (falls ihr die Zutaten zu Hause habt) einkaufen gehen zu müssen. Was habt ihr euch schon alles Leckeres aus dem gekocht, was noch im Vorrat war? Schreibt es uns in den Kommentaren!

Bohnenpfanne mit Hirsepuffern

Da haben wir den klima(-un-)freundlichen Kartoffelsalat

Heute wollen wir mal einen genaueren Blick aufs Klimakochbuch werfen. Denn unserer Meinung nach hält das Buch nicht immer, was es verspricht: klimafreundlich zu kochen. Zwar enthält es viele gute Beiträge zu relevanten Themen (z.B. Emissionen, vergessenen Gemüsesorten und Fairtrade) und auch viele rein pflanzliche Rezepte, dafür aber auch immer wieder Gerichte, die nicht wirklich als klimafreundlich bezeichnet werden können.

Eins davon, einen Kartoffel-Bärlauch-Salat mit Mini-Buletten, zeigen wir euch hier in zwei Varianten. Im Original mit 500 g Hackfleisch von Lamm und Schwein, Milch(-produkten) und Eiern, schlägt das Gericht mit 1250 g CO2-Äquivalenten pro Portion ganz schön zu Buche. Logisch, bei so viel Fleisch, wo das Lammfleisch auch nochmal mehr CO2 verursacht als das Schwein.

In unserer Version haben wir das Fleisch einfach durch 250 g Sojaschnetzel ersetzt, die 500g verarbeitbare Masse ergeben. Die Milchprodukte wurden durch Sojamilchprodukte ersetzt und statt der 2 Eier haben wir Sojamehl mit Wasser vermischt verwendet. Und schon hat das Rezept nur noch 287 g CO2-Äquivalente, vier Mal weniger als das Original!

Unten seht ihr die beiden Rezepte und die Werte der einzelnen Zutaten laut klimateller.de aufgelistet. Schaut euch mal an, wie die tierischen Produkte und ihre Alternativen voneinander abweichen. Da lässt sich beim Klimakochbuch-Rezept noch Einiges optimieren, meint ihr nicht?

Übrigens: Schaut mal auf die aktuelle Wochenkarte vom Lesecafé – wer die vegane Variante dieses Gerichts gerne einmal probieren möchte, muss diese Woche nicht selber kochen, sondern kann sie sich ganz bequem im Lesecafé abholen 🙂

So sehen die Minibuletten mit Kartoffelsalat und Bärlauch aus, die im Lesecafé auf der Wochenkarte stehen. WIr haben ein bisschen kräftiger gewürzt als im Rezept angegeben, und jetzt ist das ein schönes herzhaftes Essen, bei dem man Fleisch, Ei und Milch kein bisschen vermisst.
Klimakochbuch Kartoffelsalat mit Mini-Buletten
Variante Kartoffelsalat mit Mini-Buletten
Rezept KlimakochbuchCO2Unsere VarianteCO2
400 g Kartoffeln13 g13 g
2 Schalotten1,86 g1,86 g
2 EL Essig10 g10 g
4 EL Rapsöl16 g16 g
Salz, Pfeffer14,74 g 14,74 g
1 TL Senf2,77 g2,77 g
1 TL Crème fraîche4,28 g 1 TL Soja-Joghurt*0,7 g
2 Bund Bärlauch8,94 g8,94 g
250 g Bio-Hackfleisch (Schwein)274 g250 g feine Sojaschnetzel* + 250 ml Wasser69 g
250 g Bio-Hackfleisch (Lamm)700 g/
4 Scheiben Weißbrot50 g50 g
100 ml Milch42 g100 ml Sojamilch13 g
2 Eier61 g40 g Sojamehl + 80 ml Wasser40 g
Zwiebel7,69 g7,69 g
2 Knoblauchzehen1,49 g1,49 g
2 EL Senf11 g11 g
Pinienkerne13 g13 g
Petersilie5,42 g5,42 g
Thymian0,71 g0,71 g
Semmelbrösel2,48 g2,48 g
Rapsöl4,87 g4,87 g
Gesamt1250 gGesamt287 g
Datenquelle: klimateller.de
*Da Sojajoghurt und Sojaschnetzel im Klimateller fehlen, wurden zur Berechnung Sojamilch und Tofu genommen

Rhabarber Rhabarber

Endlich ist sie wieder da, die Rhabarber-Saison! So langsam gibt es ihn auch schon bei uns aus der Region, und wir freuen uns schon auf die leckeren Kuchen und Desserts, die damit kreiert werden können. Dabei zählt der Rhabarber eigentlich als Gemüse. Wenn ihr ihn backt, muss er übrigens nicht geschält werden, da er bei den hohen Temperaturen weich wird. Das spart Zeit, Nerven und die schöne rote Umhüllung bleibt dran 🙂

Ein passendes Rezept zeigen wir euch unten, in dem sich gleich mehrere leckere Sachen vereinen: Rhabarber, Pudding und Streusel. Klimafreundlich ist es natürlich auch, da wir die Milch durch Pflanzenmilch ersetzt und das Ei in Teig und Streuseln weggelassen haben. Geht genauso gut ohne. Je nach Saison könnt ihr außerdem verschiedenes Obst verwenden, z.B. Kirschen im Sommer oder Äpfel und Zwetschgen im Herbst. Damit bleibt der Kuchen zu jeder Jahreszeit klimafreundlich.

Habt ihr auch schon Lust auf Rhabarber bekommen? Schreibt es uns in den Kommentaren!

Rhabarber-Pudding-Streuselkuchen

Kräuterpfannkuchen mit Zitronen-Joghurt Soße

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit…

Der Frühling (Annette von Droste-Hülshoff)

Frische Kräuter beispielsweise sorgen im Essen nicht nur für einen guten Geschmack, sondern haben auch einige positive Effekte auf unseren Körper.

Kräuter können antibakteriell, verdauungsfördernd und entzündungshemmend wirken und noch vieles mehr. Zudem enthalten frische Kräuter wichtige Vitamine, wie z.B. Vitamin C, welches die Eisenaufnahme verbessert, Mineralstoffe wie Magnesium und Calcium, sowie ätherische Öle. Um möglichst viele positive Wirkungen auf unseren Körper zu erreichen, eignet sich das Kombinieren unterschiedlichster Kräuter. Abhängig ist die Wirkung von der Art der Zubereitung, wie beispielsweise das Kochen oder die Zubereitung von Tees. Wichtig ist, dass die Kräuter nicht verkochen, sondern am besten zum Schluss in das fertige Essen gegeben werden. Damit verlieren sie ihre Nährstoffe nicht. Frische Kräuter können außerdem zum Teil Salz ersetzen, das in größeren Mengen zu erhöhtem Blutdruck führen kann.  Wie praktisch!

Bei unseren Pfannkuchen könnt ihr euch für Kräuter eurer Wahl entscheiden, z.B. Bärlauch, der ja gerade Saison hat. Das macht das Ganze gleich klimafreundlicher, genau wie die Pflanzenmilch. Denn, ihr habt es geahnt: Mit Kuhmilch sind die CO₂-Äquivalente gleich höher, nämlich bei 295 g pro Portion laut klimateller.de. Zum Glück könnt ihr sie so einfach ersetzen, am besten durch Hafer- oder Sojamilch.

Appetit bekommen? Dann macht euch ans Ausprobieren und schickt uns Fotos von euren Kreationen!

Müsli

Hier kommt noch das versprochene Müsli. Ehrlich gesagt bereite ich Müsli nie nach Rezept zu, und so schmeckt es immer ein bisschen anders. Nachdem ich aber so oft nach dem Rezept gefragt werde (Müsli gehört fest zum Brunch im Lesecafé), ist hier mal ein Grundrezept, das nach Lust und Laune variiert und den eigenen Vorlieben angepasst werden kann.

Das Müsli lässt sich gut am Abend vorher zubereiten, es muss dann evtl vor dem Verzehr noch etwas Saft oder Pflanzenmilch dazugegeben werden, wenn die Haferflocken Zeit zum Quellen hatten. Cashews und Leinsamen sorgen für eine schöne Cremigkeit, wenn das Müsli ein paar Stunden durchziehen kann.

Was übrig ist, kann man gut zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufheben, so dass es sich lohnt, gleich eine paar Portionen mehr vorzubereiten.

Das Müsli schmeckt auch gut in Kombination mit Beeren oder Obstsalat, wer mag, gibt eine Messerspitze Vanille dazu.

Lasst es euch schmecken!

Bohnenaufstrich wie Leberwurst

Nach längeren Diskussionen mit der Familie habe ich den Lieblingsveganen Wurstaufschnitt nun doch von unserer Einkaufsliste streichen dürfen. 5-6 Scheiben pro Packung – das geht einfach nicht!

Tja, dann musste Ersatz her, und nach ein paar Versuchen konnte ich mit diesem herzhaften Bohnenaufstrich schließlich punkten. Die Basis sind rote Bohnen, die man natürlich auch in Dosen kaufen kann, dann ist der Aufstrich ruckzuck zubereitet. Aber Klima und Geldbeutel freuen sich über die Variante mit den getrockneten Bohnen. Die Bohnen über Nacht einweichen und dann für ca. 1 Stunde kochen. Gleich auf Vorrat kochen, denn sie lassen sich prima einfrieren und sind dann auch eine gute Alternative, wenn es mal schnell gehen muss. Für das Rezept braucht ihr 225g gekochte Bohnen

Schreibt uns einen kleinen Kommentar, wenn ihr den Aufstrich ausprobiert habt. Viel Spaß dabei!

Herzhafter Bohnenaufstrich