Klimafreundliche Nachbarschaftsküche im Oktober

Im Oktober zeigen wir, was buntes Herbst-Gemüse alles kann – für den Geschmack und für das Klima!
Wir bieten wieder zwei Termine an: den 13. und 27. Oktober, jeweils wie gewohnt ab 18 Uhr im Lesecafé. Zur Anmeldung tragt Euch bitte zeitnah in den Dudle ein, damit wir Planugssicherheit haben (maximal dürfen es 10 Teilnehmer*innen werden). https://dudle.inf.tu-dresden.de/OXGHPZlpIQ/

Für neue Teilnehmer*innen: bitte schreibt zusätzlich zum Eintrag bei Dudle noch eine Mail an info@nachhaltigkeit-trifft-altstadt.de, damit wir Euch bei Bedarf kontaktieren können.

7. Nachbarschaftsküche

Im September hatten wir zwei Kochabende unter dem Motto „Spätsommer ist Apfelzeit“. Gemeinsam mit unseren Gästen Klaus und Astrid vom Arche Bauernhof Erlangen Stadt und Land e.V. gingen wir dem Einfluss von Regionalität und Saisonalität auf klimafreundliche Ernährung nach.

Fast die Hälfte der Treibhausgasemissionen durch Ernährung entstehen bei Verpackung, Transport, Lagerung und Verarbeitung. Diese Faktoren können durch die Verwendung von saisonalen und regionalen Lebensmitteln erheblich vermindert werden.

Das klingt erstmal logisch, aber lässt sich das auch beweisen?

Die Gerichte der Nachbarschaftsküchen im September beinhalteten alle frisch geerntete Äpfel aus Franken- insgesamt pro Abend 2100 Gramm.
Mit dem Klimateller lassen sich Lebensmittel konfigurieren und so ihre Emissionen für unterschiedliche Bedingungen von z.B. Herstellung oder Transport berechnen:

  • Klimafreundlich: aus Deutschland, Bodentransport, Bio-Anbau, frisch, roh, unverpackt
    592 g CO2äq
  • Klimaschädlich: aus Neuseeland, Lufttransport, Bio-Anbau, frisch, roh, unverpackt
    32.083 g CO2äq

Der Unterschied ist nicht zu übersehen: die Äpfel aus Neuseeland mit langem Transportweg verursachen die 55-fache Menge an Treibhausgasen, im Vergleich zu Äpfeln aus Deutschland.

Nicht mit einbezogen ist hier der Faktor Saisonalität. Ab April/Mai kreuzen sich die Kurven der Emissionswerte und Äpfel von weit her werden klimafreundlicher. Das liegt an dem hohen Energieverbrauch von riseigen Kühlhäusern, in denen unsere Äpfel aus Deutschland gelagert werden.

„Das wäre vermeidbar“, sagt Astrid, „denn es gibt alte Apfelsorten, die sich auch ohne Kühlung problemlos bis weit in den Sommer hinein lagern lassen“. Auf der Streuobstwiese des Arche Bauernhofs werden ganz verschiedene Apfelsorten gepflanzt – so tragen sie zum Erhalt der Vielfalt bei. Viele weitere Infos über Streuobstwiesen gibt es aktuell im Klimaschaufenster zu entdecken: Mittwoch-Freitag von 15-19 Uhr und Samstag von 12-16 Uhr.

Nachbarschaftsküche im September

Spätsommer ist Apfelzeit! Und da klimafreundliche Essen auch bedeutet, regionale und saisonale Lebensmittel zu verwenden, kochen wir bei der Nachbarschaftsküche im September ein Menü mit Äpfeln. In Suppe, Salat, Hauptgericht und Nachtisch wollen wir das Streuobst integrieren. Wenn Ihr schon eine Idee habt wie, dann schreibt sie hier in die Kommentare.

Passend zum Motto haben wir Klaus und Astrid vom Arche-Bauernhof Erlangen e.V. zu Gast – wahre Expert*innen was Streuobstwiesen, klimafreundliche und regionale Ernährung angeht.

Wir bieten wieder zwei Termine an: den 15. Und den 29. September, jeweils wie gewohnt ab 18:00 Uhr im Lesecafé. Zur Anmeldung tragt Euch bitte in den Dudle ein, so haben wir alle einen Überblick über die Teilnehmer*innen, denn die Nachbarschaftsküche kann nur stattfinden, wenn mindestens 6 Menschen teilnehmen (maximal dürfen es 10 Teilnehmer*innen werden).
https://dudle.inf.tu-dresden.de/AVLsltTQng/
Falls Ihr neu bei der Nachbarschaftsküche seid, schreibt uns bitte zusätzlich zur Dudle-Eintragung noch eine Mail (info@nachhaltigkeit-trifft-altstadt.de), damit wir Euch bei Bedarf kontaktieren können.

Wir freuen uns schon auf die Apfelzeit und auf 2 schöne Nachbarschaftsküchen!

6. Nachbarschaftsküche am 25.08.2020

Auch bei der 6. Auflage der Klimafreundlichen Nachbarschaftsküche meinte es das Wetter gut mit uns und wir konnten wieder draußen vor dem Lesecafé grillen und essen – auch dieses Mal im kleineren Kreis und unter Beachtung der aktuellen Hygienerichtlinien.

Im Hinblick auf die zurückliegenden heißen Wochen ging es inhaltlich um das Thema „Wasserverbrauch und Ernährung“. Anhand einer Grafik, die die Teilnehmer*innen bekamen, wurde deutlich, dass eine fleischhaltige Ernährungsweise wesentlich mehr Wasser verbraucht als eine vegetarisch bzw. vegane. Der Klimakiller Nr. 1 ist hierbei Rindfleisch, da für ein Kilogramm Fleisch ganze 15.500 Liter Wasser benötigt werden – der Großteil davon nur für die Erzeugung von Futtermitteln. Zum Vergleich: Sojabohnen brauchen etwa 2.050 l pro kg, Kartoffeln 210 l und Tomaten nur 110 l.

Dieses Mal probierten wir wiederum ganz andere Grillspezialitäten als beim letzten Termin aus: Die Klimaköchinnen und Klimaköche bereiteten Tofu-Gemüse-Spieße, Kräutertomaten und gefüllte Zucchinipäckchen zu. Dazu gab es Kichererbsen-Salat, Rote Bete-Apfel-Salat und dreierlei leckere Dips. Die Päckchen wurden mit besonders viel Geduld gefaltet und überzeugten die Teilnehmer*innen durch Aussehen und Geschmack mit am meisten.

Neben den Klimagesprächen und dem Essen diskutierten wir auch über die nächsten Termine und wie sich die Kochgruppe langsam verselbstständigt. Im September bieten wir daher zwei Termine an und geben auch die Themen vorher bekannt, sodass sich alle Interessierten mit ihren Ideen für passende Rezepte einbringen können.

Ein schöner Abend mit Musik, Essen und Cidre aus der Bretagne

19.07.2020 – Jour de France – „Côté Bretagne“

Am Sonntag veranstalteten das Lesecafé mit seinem Klimaschutz-Projekt „Nachhaltigkeit trifft Altstadt“ und das deutsch-französische Institut Erlangen (dfi) ein nachhaltiges Kulturfest mit Live-Musik in der Altstadtmarktpassage. Aufgrund der Corona Beschränkungen waren nur 100 Gäste  zugelassen. Alle hielten sich vorbildlich an die Regeln. 

„Gerne hätten wir noch mehr Gäste empfangen, die Warteliste war lang“, erzählt Tina Prietz, Veranstalterin und Leiterin von Nachhaltigkeit trifft Altstadt. Die Gäste, die es unter die ersten Hundert geschafft hatten, genossen einen schönen Sommerabend im spontan errichteten „Cidre-Garten“. 

Neben original Bio-Cidre aus der Bretagne gab es auch vielfältiges klimafreundliches Essen vom Lesecafé. Crêpes und Galettes waren der kulinarische Beitrag speziell für diesen Nachmittag „côté Bretagne“.  Und auch wenn typisch bretonische Varianten wie „Käse und Schinken“ oder „Pomme caramel“ nicht oder eben nur in der veganisierten Variante im Angebot waren, bewies die nicht enden wollende Schlange am Crêpes Stand, dass es den Erlanger und auch französischen Gästen schmeckte. 

Für die passende Atmosphäre sorgte die Band „sans façon“ aus Erlangen und Nürnberg sowohl mit alten Klassikern als auch aktuellen französischen Songs. Mit Sänger Christophe Jardin aus Rennes, der immer wieder mit Anekdoten zu den gespielten Stücken aufwartete, hatte auch die Parnerstadt ihren Auftritt. Tobias Ott nutzte die Pausen, um über die Postkartenaktion für die Partnerstädte zu informieren. Viele Gäste beteiligten sich spontan und sandten Grüße an Freunde in der Erlanger Partnerstadt Rennes.

Auch Infos zum Klimaschutz im Alltag kamen nicht zu kurz. Katharina Zeck, Mitarbeiterin des Lesecafé-Klimaschutzprojekts „Nachhaltigkeit trifft Altstadt“, servierte als „lebendiges Buch“ den Gästen an ihren Tischen Hinweise zu klimafreundlicher Ernährung. Viele waren von der Klimawirkung einzelner Lebensmittel überrascht: „Butter? Das hätte ich jetzt nicht gedacht!“. „Durch den hohen Milchverbrauch entstehen bei der Produktion von 1 kg Butter stolze 24 kg CO2-Äquivalente“, erklärt Katharina Zeck. Aufgrund des Verzichts auf tierische Produkte und die Verwendung regionaler, saisonaler Lebensmittel fielen für die Crêpes und Galettes des Lesecafés nur etwa 20 Prozent der sonst entstehenden CO2-Emissionen an.

Zum Abschluss des Abends führte das Team vom deutsch-französischen Institut einen ganz besonderen Tanz auf. Er wurde von der Sport AG an der Pestalozzi Schule, die vom dfi betreut wird, in einem Video-Kurs einstudiert, während die Schule wegen Corona geschlossen war. Die Choreografie stammt vom französischen Beitrag beim Eurovision Songcontest 2019 zu dem Lied „Bim bam Toi“.

„Insgesamt war es auch mit den Einschränkungen durch Corona ein sehr schöner Abend; der Einsatz aller, vor allem auch der zahlreichen Helferinnen und Helfer, hat sich gelohnt“, sagt auch Rachel Gillio, die Leiterin des dfi.

Jour de France

Gemeinsam mit dem deutsch-französischen Institut Erlangen feiern wir am 19. Juli von 17 bis 20 Uhr den Jour de France unter dem Motto „Côté Bretagne“ in der Altstadtmarktpassage. Wir laden ein zu Cidre, klimafreundlichen französischen Köstlichkeiten und Musik von „Sans façon“ .

Einlass ist bereits ab 16:00 Uhr und nur mit Mund-Nasenbedeckung möglich. Um Voranmeldung per Mail (info@nachhaltigkeit-trifft-altstadt.de) wird gebeten, denn wir können nur bis zu 100 Gäste empfangen.

Es geht wieder los!

Wir haben in den letzten Monaten vieles versucht, um Euch in der Corona-Auszeit weiterhin Rezepte und Infos zu klimafreundlicher Ernährung zur Verfügung zu stellen. Auf unserem digitalen Treffen am 22. Mai und auch durch separate Rückmeldungen ist uns aber klar geworden, dass die digitale Welt unsere Treffen der Nachbarschaftsküche unmöglich ersetzen kann.

Wir freuen uns deshalb riesig, nach der längeren Corona-bedingten Pause jetzt im Juli endlich wieder zusammen kochen, essen und uns über klimafreundliche Ernährung austauschen zu können! Um dabei die Hygienemaßnahmen einzuhalten, finden die Kochabende im Sommer soweit möglich draußen vor dem Lesecafé und in kleineren Gruppen statt. Dort bereiten wir gemeinsam verschiedenes klimafreundliches Grillgut zu.

Für den Termin am Dienstag den 14.07.20 um 18 Uhr gibt es noch ein paar Plätze, Anmeldungen möglichst rasch an: info@nachhaltigkeit-trifft-altstadt.de

Grillen

Auf nach draußen!

Jetzt, wo es wärmer wird, die Tage länger sind und wir uns wieder mit unseren Liebsten treffen können, ist die beste Zeit, um sich draußen zu einem Picknick zu versammeln. Gerade in Corona-Zeiten könnt ihr euch so nochmal sicherer fühlen, an der frischen Luft und mit selbst zubereitetem Essen.

Sabine stellt euch hier ihre Tofu-Cornflakes-Bällchen vor. Die sind schnell gemacht, schmecken sowohl warm als auch kalt und passen super zu Salat, Gemüsesticks und „Quark“. Klimafreundlich sind sie natürlich auch wieder.

Veranstaltet ihr auch hin und wieder ein Picknick mit Freunden und/oder Familie? Was bereitet ihr am liebsten dafür zu? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 🙂

Für Kräuterhexen und -hexer

Bei unserem Online-Treffen neulich hatten wir ja schon die selbstgemachte Gemüsebrühe vorgestellt. Und da dachte ich mir, jetzt ist die Zeit der frischen Kräutern, warum also nicht schon an Weihnachten denken? Naja, vielleicht auch nicht, denn für meinen Vorrat brauche ich das Kräutersalz auch immer wieder. Jetzt ist die beste Zeit dafür und es ist auch noch schnell gemacht. Ihr könnt euch eure Lieblingskräuter selbst aussuchen, ob auf einer Wildkräuterwanderung oder am Marktstand, und z.B. auch noch Knoblauch und Chili hinzugeben. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Es gibt Erdbeeren!

Juhuu, die Erdbeerzeit beginnt! Es gibt die ersten fränkischen Bio-Erdbeeren, die, wie ich finde, herrlich süß schmecken. Deshalb werden die Ersten bei uns immer einfach so vernascht. Noch besser schmeckt es mit dem Wissen, dass die kleinen Früchte nicht von weit her kommen, sondern direkt hier aus dem Knoblauchsland.

Ich habe mich gefragt, welches Rezept ich euch bereitstellen könnte. Da neulich bei unserem Nachbarschaftsküchen-Webinar der Wunsch nach Ideen für vegane Süßspeisen geäußert wurde, kommt hier jetzt also ein Rezept für ein leckeres Erdbeer-Tiramisu.

Habt ihr schon die ersten Erdbeeren genossen? Und was bereiten ihr euch gerne mit ihnen zu? Lasst uns in den Kommentaren daran teilhaben!

Erdbeer-Tiramisu