»Böden und Pflanzen in Zeiten des Klimawandels«

Im März und April, passend zum Beginn der Pflanzsaison, stehen Böden und Pflanzen in Zeiten des Klimawandels auf dem Programm. In Kooperation mit dem Botanischen Garten der FAU Erlangen-Nürnberg, dem Institut für Geographie der FAU und dem Forum Urbane Gärten gehen wir diesen Fragen auf den Grund:

Was ist eigentlich Boden und welche wichtigen Funktionen erfüllt er im natürlichen System? Wie kann man Bäume in der Klimaforschung zum Sprechen bringen und was hat eine Kiefer in Tennenlohe auf Twitter zu melden? In welchen vielfältigen Facetten beeinflusst der Klimawandel unsere Böden und Pflanzen und was passiert bereits in Erlangen?

Nicht zuletzt wird gezeigt, wie jede*r auf dem eigenen Balkon, im eigenen Garten oder in verschiedenen Urban Gardening Projekten für mehr Biodiversität aktiv werden kann. Kennen Sie zum Beispiel schon den Zukunftsacker?  Ein spannendes Projekt.

Für Kinder ist außerdem ein spannendes Umweltforscher-Quiz geboten! 

Die Ausstellung ist vom 17. März bis 21. April 2022 im Klimaschaufenster in der Altstadtmarktpassage (Hauptstraße 55) zu sehen. Es ist immer dienstags (12 – 16 Uhr), mittwochs (14 – 17 Uhr), donnerstags (14 – 18 Uhr) und freitags (14 – 17 Uhr) geöffnet.

Flyer zur Ausstellung

Kiefernsterben Verstehen

Forstamtsrat Stefan Stirnweiß erklärt in seinem Vortrag das Kiefernsterben und wie Walderhalt im Klimawandel möglich ist.

Wir können es derzeit sehr gut beobachten: Trockenheit und Wärme schwächen Kiefern, Schädlinge folgen und die Kiefern sterben ab.
Selbst bei einem gemäßigten Klimawandel-Szenario wird es in 100 Jahren aufgrund der Kombination aus Temperatur und Niederschlagsmenge keine Kiefern mehr in Erlangen geben.

Eichen hingegen werden noch gut wachsen können, so auch andere Baumarten, wie Speierling, Elsbeere, Walnuss oder Esskastanie.

Es gilt, die Wälder möglichst artenreich umzubauen und an das Klima anzupassen. Vorallem einheimische Baumarten mit hoher Wärme- und Trockentoleranz werden gefördert. Außerdem werden alternative Baumarten wie Douglasie, Libanonzeder und Robinie eingeführt, diese Fremdarten sind jedoch umstritten.

Naturverjüngung – also die Keimung neuer Bäume – muss ermöglicht werden, da sie gesunde und klimatisch angepasste Bäume hervorbringt. Dafür ist jedoch auch Jagd nötig, denn die Wildbestände wachsen aufgrund fehlender natürlicher Feinde immer weiter an und fressen die jungen Triebe.

Der Wald verändert sich also, er wird laubholzreicher, neue Arten wie auch Schädlinge verbreiten sich, er wird jünger und lichter.
Wenn wir helfen, kann er überleben und so auch weiterhin durch CO2-Speicherung zum Klimaschutz beitragen.