SOLAWI trifft digitale Nachbarschaftsküche

Liebe Klimaköchinnen und Klimaköche, 

wir laden Sie am 23. Februar um 18 Uhr wieder herzlich zur digitalen klimafreundlichen Nachbarschaftsküche ein! 
Zu Gast ist diesen Monat die Solidarische Landwirtschaft Erlangen. Sie bekommen die Gelegenheit aus Erzählungen alles über die „SoLaWi“ zu erfahren und gleichzeitig mit Gemüse aus der aktuellen Ernte zu kochen. Gemeinsam ermöglichen wir kostenlose Ernteanteile für die Teilnehmer*innen, die zuhause mitkochen wollen und sich bis zum 12. Februar verbindlich bei uns per Mail an info@nachhaltigkeit-trifft-altstadt.de anmelden.

Abgeholt werden können die Ernteanteile im Lesecafé am Freitag den 19.2. von 12 bis 16 Uhr und am Samstag den 20.2. von 17:30 bis 19 Uhr. Bitte geben Sie uns Beschied, wann Sie zur Abholung kommen wollen.

Das ist natürlich nur ein Angebot und kein Muss. =) Wir stellen rechtzeitig den Link, die Rezepte mit den Zutaten hier auf der Website zur Verfügung, sodass Sie die Zutaten auch einkaufen können, falls Sie es nicht zum Abholtermin schaffen oder nicht extra zum Lesecafé fahren wollen. Es ist natürlich auch möglich, teilzunehmen, wenn Sie nicht mitkochen möchten, aber etwas über die SoLaWi erfahren wollen.

Wir freuen uns, mit Ihnen gemeinsam zu kochen und einen schönen Abend zu verbringen!

Schnelles Pfannengemüse

Manchmal hat man einfach Hunger! Da bleibt keine Zeit, schöne Rezepte umzusetzen, und die Zutaten dazu sind ja auch nicht immer vorrätig. Bei uns ist deshalb oft Spontanität angesagt: Ein Blick in den Kühlschrank, die Frage: Was lässt sich daraus basteln? und los geht’s. Das schnelle Pfannengemüse gibt es öfter, denn ein paar Gemüseknollen wie Rote Bete oder Sellerie, einen Kürbis, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch und ein paar Kartoffeln finden sich fast immer bei uns in der kalten Jahreszeit, wenn es sonst nicht viel Regionales gibt.

So geht’s:

  • Je nach Hunger pro Person 300-400 g gemischte Gemüse und Kartoffeln in nicht zu kleine Stücke schneiden (rote Bete, Karotten und Kartoffeln müssen oft nicht geschält werden, Hokkaidokürbis nie!).
  • Knoblauch in dünne Scheiben schneiden und mit Oliven- oder anderem Öl, Pfeffer, Salz, etwas Chili, Thymian, Rosmarin und anderen Kräutern, da sind geschmacklichen Vorlieben keine Grenzen gesetzt, eine Marinade zubereiten.
  • Das geschnittene Gemüse mit der Marinade vermischen (rote Bete nach dem restlichen Gemüse separat in der Marinade wenden wegen der Verfärbung)
  • Alles in eine heiße Pfanne mit Deckel geben. Drei bis fünf Minuten mit Deckel auf größter Stufe braten, danach auf mittlere Hitze reduzieren und nochmal 10 Minuten schmoren (Deckel in dieser Zeit möglichst nicht anheben, um den Gar-Dampf in der Pfanne zu halten). Danach Deckel wegnehmen und für 5 Minuten die Gemüsestücke unter mehrmaligem Wenden noch etwas bräunen. Fertig!

Dazu kann man noch einen Dip machen oder einfach einen Klecks Sojaghurt oder Ketchup auf den Teller geben. Wir essen zum Pfannengemüse gerne Zuckerhut, eine alte Wintersalatsorte aus der Familie der Zicchoriengewächse.

Zuckerhut war vorübergehend aus der Mode gekommen und wurde vor allem privat angebaut. Seit einigen Jahren ist er aber aus dem winterlichen Biosalatangebot nicht mehr wegzudenken und, weil er frostfest und lange haltbar ist, eine schöne Bereicherung der Winterküche, wenn es kaum andere heimische Salate gibt (Wissenswertes zum Zuckerhut: https://utopia.de/ratgeber/zuckerhut-salat-anbau-und-verwendung-des-wintersalats/)

10. Türchen: Gebackener Butternutkürbis

Im heutigen Türchen gibt es wieder ein etwas umfangreicheres Rezept für gebackenen Butternutkürbis.

Zutaten:
1 Butternutkürbis (geschält + entkernt 850g)
2 EL Olivenöl
4 EL BBQ-Sauce
Salz, Pfeffer nach Geschmack
1 Prise Chilli(optional)

Für die Salsa:
1 Apfel
100 g Staudensellerie
3 EL Zitronensaft
1 cm rote Chilischote
1 Tomate
1 EL Olivenöl
1/2 Bund glatte Petersilie

Zubereitung Kürbis:
– Backofen auf 180° vorheizen.
– Kürbis halbieren, schälen und das Kerngehäuse mit einem Löffel auskratzen.
– Den Kürbis zwischen 2 Kochlöffel oder Essstäbchen legen.
– Mit einem Messer den Kürbis quer in 3mm Scheiben bis zu den Holzlöffeln schneiden.
– Die Holzlöfel verhindern, dass man den Kürbis durchschneidet.
– Für die Marinade das Öl, die BBQ-Soße und die Gewürze vermengen.
– Den Kürbis mit der Marinade bestreichen.
– Den Kürbis auf ein Backblech setzten und im Backofen ca. 45 min backen, dabei alle 15 min den Kürbis mit der Marinade bestreichen.  

Zubereitung Salsa:
– Petersilie fein hacken, Sellerie und Apfel fein würfeln, Chilli in feine Ringe schneiden und die Tomate würfeln.
– Alles in eine Schüssel geben, mit dem Zitronensaft und dem Olivenöl mischen und ziehen lassen.

Den Kürbis aus dem Ofen nehmen und auf die Teller verteilen und mit der Salsa servieren.
Dazu passt ein schöner Wintersalat und Kartoffelstampf.

Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen.

#nachhaltigkeittrifftadventskalender

9. Türchen: Gemüse kreativ

Im Winter dürfen wir nicht vergessen ausreichend Gemüse zu essen.

Heute gibt es ein paar Anregungen wie Gemüse genutzt werden kann, um Gerichte schön anzurichten. Denn wir alle wissen, das Auge isst mit! =)

Gemüsesticks mit Dip

Ob Hummus, Kräuterquark oder ein Möhrendip. Hierfür könnt ihr nehmen, was ihr am liebsten mögt. Auch die Gemüsesorten könnt ihr frei kombinieren. Da wir darauf achten saisonales Gemüse zu verwenden, nehme ich Karotten, Sellerie und für einen süßen Kontrast etwas Apfel.

Dazu gibt es diesen Möhrendip:

Zutaten:
– 3 Möhren
– 1 Knoblauchzehe
– 2 El Tahin
– 1 Tl Salz
– ¼ Tl Pfeffer
– ½ Tl Paprika
– ¼ Tl Kreuzkümmel

Zubereitung:
– Karotten in ca. 2 cm dicke Stücke schneiden und etwa 10 Minuten lang dämpfen, bis sie weich sind.
– Knoblauch schälen, fein hacken und zusammen mit den weichen Karottenstücken in einer Küchenmaschine oder mit einem Pürierstab cremig pürieren. Bei Bedarf 1 bis 2 TL Wasser hinzugeben.
– Tahini unterrühren und mit Gewürzen abschmecken.
– In ein luftdicht verschließbares Glas*füllen und kühl lagern (hält sich ca. 4 Tage).
– Etwas Dip in eine kleine Schale geben und Sesam darüberstreuen. Anschließend das Gemüse eurer Wahl in feine Streifen schneiden und um die Schale herum auf dem Teller anrichten.

Für Kinder kann man den Teller leicht spielerisch gestalten und zum Beispiel einen Löwen kreieren. Für das Gesicht aus etwas Apfel die Ohren, die Nase und den Mund zuschneiden.

Vielfalt auf dem Brot

Hierfür einfach den Möhrendip als Aufstrich benutzen und eine Scheibe Brot damit bestreichen. Anschließend aus buntem Gemüse, wie beispielsweise Karotte und Sellerie mit Plätzchenförmchen Sterne, etc. ausstechen. Optional mit etwas Petersilie und Kräutersalz würzen.

#nachhaltigkeittrifftadventskalender

6. Türchen: Kartoffel-Couscous-Puffer mit Apfelmus

Das heutige Türchen zum 2. Advent haben Hannah und Alicia aus dem Lesecafé vorbereitet:

Hallo zusammen,

wir sind Hannah und Alicia und machen zurzeit ein BFD bzw. ein Praktikum im Lesecafé.
Leider muss die Nachbarschaftsküche im November aufgrund der Corona-Maßnahmen ausfallen. Deswegen haben wir beschlossen, Euch online etwas anzubieten. Heute gibt es „Kartoffel-Couscous-Puffer mit Apfelmus“. Wir haben das Gericht speziell für Kinder ausgewählt, sodass Eltern es gut für und mit ihren Kindern kochen können. Gemeinsames Kochen in der Familie ist vor allem in Zeiten wie diesen eine tolle Beschäftigung. Wir haben auch beachtet, dass wir möglichst saisonale und regionale Bio-Zutaten verwenden, um klimafreundlich zu kochen. Die Klimateller-App ist dabei eine gute Hilfe, weil man die CO2-Äquivalente von nahezu jeder Zutat überprüfen kann.

CO2-Äquivalente sind eine Maßeinheit, um zu bewerten, wie sehr ein Gas in einem bestimmten Zeitraum im Vergleich zur gleichen Menge Kohlenstoffdioxid (CO2) zur Erderwärmung beiträgt.
CO2 trägt von allen Treibhausgasen (CO2, Methan, Lachgas, etc.), die der Mensch produziert, am meisten zur globalen Erderwärmung bei, denn es entsteht in großen Mengen z.B. bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas und auch beim Autofahren. Das Problem ist, dass die Treibhausgase stark zunehmen und es somit immer wärmer auf der Erde wird – das ist der Klimawandel. Wenn wir unsere Umwelt auch für kommende Generationen schützen wollen, dürfen pro Person nur noch 1 Tonne CO2-Äquivalente pro Jahr ausgestoßen werden. Momentan verursacht jede*r Deutsche laut dem Umweltbundesamt jedoch durchschnittlich 11,6 Tonnen pro Jahr. Für ungefähr 1/5 des eigenen CO2-Fußabdrucks ist die Ernährung verantwortlich. Laut Umweltbundesamt machen Produktion, Transport, Lagerung und Kühlung von Lebensmitteln im Schnitt 11% der Pro-Kopf-Emissionen aus. Speziell der Fleischkonsum sorgt durch die Haltung der Tiere und deren Ausscheidung von Methan sowie durch den Anbau von Futtermitteln für fast 10% der Pro-Kopf-Emissionen.

Gerade im Bereich Ernährung bestimmt jede*r selbst, wie viel er oder sie zum Klimaschutz beiträgt. Durch die Bestimmung der CO2- Äquivalente für jede Zutat kann man herausfinden, inwiefern ein Produkt klimafreundlich ist.

Im Beitrag zur 8. Nachbarschaftsküche vom 30. Oktober findet Ihr eine Erklärung zur Verwendung der Klimateller-App. Die Auswertung des Klimatellers findet Ihr unten.

Kartoffel-Couscous-Puffer mit Apfelmus (für 3-4 Personen)

Zutaten:

Apfelmus (10-15min):
– 4-5 Äpfel (je nach Größe, ca. 750g)
– Zimt
– 50ml heißes Wasser (im Video ist es etwas mehr)

Kartoffel-Couscous-Puffer (ca.12 Stück)
– 5 mittelgroße Kartoffeln (ca. 850g)
– 8 El Couscous
– 1⁄2 TL Salz
– Öl

Zubereitung:

Apfelmus:
1. Äpfel waschen, vierteln, entkernen und grob würfeln.
2. Äpfel mit dem Wasser ca. 7 min weichkochen und pürieren.
3. Je nach Geschmack Zimt hinzugeben.
4.Apfelmus abkühlen lassen.

Kartoffel-Couscous-Puffer (ca.30 min):
1. Couscous mit heißem Wasser übergießen, sodass er gut bedeckt ist und ca. 5min abgedeckt quellen lassen.
2. Kartoffeln waschen, schälen und mit der Reibe/ Küchenmaschine reiben.
3. Kartoffeln, Cousous und Gewürze in einer Schüssel vermengen.
4. Öl in Pfanne heiß erhitzen.
5. Puffer mit der Hand formen (oder eine Form benutzen) und in die Pfanne geben.
6. Puffer wenden, wenn sie goldbraun sind.

Nun Kartoffel-Couscous-Puffer mit Apfelmus genießen 🙂

Emissionswerte pro Portion

– 188g CO2-Äquivalente auf 502 kcal
Kartoffel-Couscous-Puffer: 126 CO2-Äquivalente auf 405 kcal Apfelmus: 62 CO2-Äquivalente auf 97 kcal

– Klimatellerlabel und besser als das durchschnittliche Gericht Kartoffel-Couscous-Puffer: 82% besser
Apfelmus: 64% besser

Quellen:

https://www.mein-klimaschutz.de/beim-einkauf/a/essen/was-haben-lebensmittel-mit-klimaschutz-zu-tun/ https://www.myclimate.org /de/informieren/faq/faq-detail/was-sind-co2-aequivalente/

https://www.umweltbundesamt.de/klimaneutral-leben-persoenliche-co2-bilanz-im-blick

#nachhaltigkeittrifftadventskalender

8. Nachbarschaftsküche

Bei der Nachbarschaftsküche im Oktober haben wir ein klimafreundliches Menü mit buntem Herbstgemüse gekocht und die CO2-Emissionen der Zutaten genauer unter die Lupe genommen. Da die zweite Klimaküche aufgrund der steigenden Infektionszahlen leider nicht stattfinden konnte, erklären wir hier nochmal genauer, wie die Klimabilanz von Gerichten ganz einfach berechnet werden kann. Wir verwenden dafür die KlimaTeller-App. 

Was ist der KlimaTeller?

  • Der KlimaTeller ist eine App bzw. Website, die es ermöglicht, den CO2 Wert verschiedener Mahlzeiten auszurechnen
  • Es verwendet die wissenschaftlich fundierte, umfassende Datenbank von Eaternity (mit Berechnungen aus ca. 76.000 Gerichten) um die Emissionen zu berechnen
  • In der App werden die Zutaten in der entsprechenden Menge eingetragen
  • Das KlimaTeller Label bekommen Gerichte, wenn sie mindestens 50% weniger COals der Durchschnitt aller Gerichte verursachen
Das KlimaTeller Label

Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen haben wir den Unterschied zwischen einer herkömmlichen Lasagne und unserer klimafreundlichen Lasagne berechnet:

Kürbislasagne mit Hefeschmelz

  • 3 (ca. 3,5 kg) Hokkaido-Kürbisse
  • 3 Teelöffel (ca. 9 g) Rapsöl
  • 6 Knoblauchzehen (ca. 18 g)
  • 2250 g passierte Tomaten
  • 3 Teelöffel (ca. 6 g) Oregano
  • 3 Teelöffel (ca. 6 g) Basilikum
  • 3 Teelöffel (ca. 15 g) Salz
  • 500 g Lasagne Blätter
  • 3 (ca. 250 g) rote Zwiebel
  • 30 g Alsan-Margarine
  • 2 Esslöffel (ca. 20 g) Weizenmehl
  • 200 ml Wasser
  • 3 Esslöffel (ca. 22 g) Hefeflocken
  • 1 Teelöffel Senf (ca. 10 g)

KlimaTeller Bewertung der Kürbislasagne mit Hefeschmelz

Klassische Lasagne mit Hack

  • 800 g Hackfleisch (vom Rind )
  • 3 EL (9 g) Olivenöl
  • 100 g Butter
  • 1600 g stückige Tomaten (Dose)
  • 200 g Parmesan, frisch gerieben
  • 1 L Milch
  • 2 Teelöffel (ca. 10 g)  Salz
  • 500 g  Lasagne Blätter
  • 3 (ca. 250 g) rote Zwiebeln


KlimaTeller Bewertung der klassischen Lasagne mit Hack

Sowohl bei der Lagerung der Produkte, als auch durch Erzeugung, Verarbeitung, Verpackung und Transport entstehen Emissionen. Mit der KlimaTeller App kann man gut nachvollziehen, welche Produkte wie viele Emissionen verursachen.

Möglichkeit Produkte in der KlimaTeller App zu konfigurieren

Habt ihr schonmal mit dem KlimaTeller oder ähnlichen Seiten gearbeitet?
Welche Produkte haben Euch dabei am meisten überrascht?
Lasst uns gerne ein Kommentar unter dem Beitrag da!

Zum Nachmachen gibt es passend zur Berechnung noch das ganze Rezept inkl. Arbeitsschritte für die Kürbislasagne mit Hefeschmelz.

7. Nachbarschaftsküche

Im September hatten wir zwei Kochabende unter dem Motto „Spätsommer ist Apfelzeit“. Gemeinsam mit unseren Gästen Klaus und Astrid vom Arche Bauernhof Erlangen Stadt und Land e.V. gingen wir dem Einfluss von Regionalität und Saisonalität auf klimafreundliche Ernährung nach.

Fast die Hälfte der Treibhausgasemissionen durch Ernährung entstehen bei Verpackung, Transport, Lagerung und Verarbeitung. Diese Faktoren können durch die Verwendung von saisonalen und regionalen Lebensmitteln erheblich vermindert werden.

Das klingt erstmal logisch, aber lässt sich das auch beweisen?

Die Gerichte der Nachbarschaftsküchen im September beinhalteten alle frisch geerntete Äpfel aus Franken- insgesamt pro Abend 2100 Gramm.
Mit dem Klimateller lassen sich Lebensmittel konfigurieren und so ihre Emissionen für unterschiedliche Bedingungen von z.B. Herstellung oder Transport berechnen:

  • Klimafreundlich: aus Deutschland, Bodentransport, Bio-Anbau, frisch, roh, unverpackt
    592 g CO2äq
  • Klimaschädlich: aus Neuseeland, Lufttransport, Bio-Anbau, frisch, roh, unverpackt
    32.083 g CO2äq

Der Unterschied ist nicht zu übersehen: die Äpfel aus Neuseeland mit langem Transportweg verursachen die 55-fache Menge an Treibhausgasen, im Vergleich zu Äpfeln aus Deutschland.

Nicht mit einbezogen ist hier der Faktor Saisonalität. Ab April/Mai kreuzen sich die Kurven der Emissionswerte und Äpfel von weit her werden klimafreundlicher. Das liegt an dem hohen Energieverbrauch von riseigen Kühlhäusern, in denen unsere Äpfel aus Deutschland gelagert werden.

„Das wäre vermeidbar“, sagt Astrid, „denn es gibt alte Apfelsorten, die sich auch ohne Kühlung problemlos bis weit in den Sommer hinein lagern lassen“. Auf der Streuobstwiese des Arche Bauernhofs werden ganz verschiedene Apfelsorten gepflanzt – so tragen sie zum Erhalt der Vielfalt bei. Viele weitere Infos über Streuobstwiesen gibt es aktuell im Klimaschaufenster zu entdecken: Mittwoch-Freitag von 15-19 Uhr und Samstag von 12-16 Uhr.

Nachbarschaftsküche im September

Spätsommer ist Apfelzeit! Und da klimafreundliche Essen auch bedeutet, regionale und saisonale Lebensmittel zu verwenden, kochen wir bei der Nachbarschaftsküche im September ein Menü mit Äpfeln. In Suppe, Salat, Hauptgericht und Nachtisch wollen wir das Streuobst integrieren. Wenn Ihr schon eine Idee habt wie, dann schreibt sie hier in die Kommentare.

Passend zum Motto haben wir Klaus und Astrid vom Arche-Bauernhof Erlangen e.V. zu Gast – wahre Expert*innen was Streuobstwiesen, klimafreundliche und regionale Ernährung angeht.

Wir bieten wieder zwei Termine an: den 15. Und den 29. September, jeweils wie gewohnt ab 18:00 Uhr im Lesecafé. Zur Anmeldung tragt Euch bitte in den Dudle ein, so haben wir alle einen Überblick über die Teilnehmer*innen, denn die Nachbarschaftsküche kann nur stattfinden, wenn mindestens 6 Menschen teilnehmen (maximal dürfen es 10 Teilnehmer*innen werden).
https://dudle.inf.tu-dresden.de/AVLsltTQng/
Falls Ihr neu bei der Nachbarschaftsküche seid, schreibt uns bitte zusätzlich zur Dudle-Eintragung noch eine Mail (info@nachhaltigkeit-trifft-altstadt.de), damit wir Euch bei Bedarf kontaktieren können.

Wir freuen uns schon auf die Apfelzeit und auf 2 schöne Nachbarschaftsküchen!

6. Nachbarschaftsküche am 25.08.2020

Auch bei der 6. Auflage der Klimafreundlichen Nachbarschaftsküche meinte es das Wetter gut mit uns und wir konnten wieder draußen vor dem Lesecafé grillen und essen – auch dieses Mal im kleineren Kreis und unter Beachtung der aktuellen Hygienerichtlinien.

Im Hinblick auf die zurückliegenden heißen Wochen ging es inhaltlich um das Thema „Wasserverbrauch und Ernährung“. Anhand einer Grafik, die die Teilnehmer*innen bekamen, wurde deutlich, dass eine fleischhaltige Ernährungsweise wesentlich mehr Wasser verbraucht als eine vegetarisch bzw. vegane. Der Klimakiller Nr. 1 ist hierbei Rindfleisch, da für ein Kilogramm Fleisch ganze 15.500 Liter Wasser benötigt werden – der Großteil davon nur für die Erzeugung von Futtermitteln. Zum Vergleich: Sojabohnen brauchen etwa 2.050 l pro kg, Kartoffeln 210 l und Tomaten nur 110 l.

Dieses Mal probierten wir wiederum ganz andere Grillspezialitäten als beim letzten Termin aus: Die Klimaköchinnen und Klimaköche bereiteten Tofu-Gemüse-Spieße, Kräutertomaten und gefüllte Zucchinipäckchen zu. Dazu gab es Kichererbsen-Salat, Rote Bete-Apfel-Salat und dreierlei leckere Dips. Die Päckchen wurden mit besonders viel Geduld gefaltet und überzeugten die Teilnehmer*innen durch Aussehen und Geschmack mit am meisten.

Neben den Klimagesprächen und dem Essen diskutierten wir auch über die nächsten Termine und wie sich die Kochgruppe langsam verselbstständigt. Im September bieten wir daher zwei Termine an und geben auch die Themen vorher bekannt, sodass sich alle Interessierten mit ihren Ideen für passende Rezepte einbringen können.