No Cars Go – Malerei von Hartmut Kiewert

Animals Crossing – Tiere queren die Straßen, lassen sich auf Kreuzungen nieder und wandern ins Grüne oder in die Shoppingmall. Die realistisch wirkenden Bilder von Hartmut Kiewert zeigen eine utopische Welt, die den Anthropozentrismus hinter sich gelassen hat. Nichtmenschliche Tiere nehmen hier die urbanen und ruralen Räume selbstverständlich mit in Anspruch.

Nachhaltigkeitsgedanken zu einer grünen, menschen- und tierfreundlichen Nutzung von Stadträumen mit alternativen Ideen zur Mobilität scheinen wirklich zu werden. Im Hintergrund der malerischen, collagierten Bildräume wird jedoch ein dystopisches Moment sichtbar, welches seine ambivalente Wirkung entfaltet.

Konfrontiert mit der Zerstörung von Gebäuden und Straßen wird hier die offene Frage aufgeworfen, welche Veränderungen mit und nach der Klimakrise notwendig sind, um eine Empathie der Verbundenheit zu ermöglichen, die mit den Menschen auch alle anderen Tiere in das Recht auf Leben und Glück mit einbezieht.

Seit gut 14 Jahren setzt sich Kiewert mit dem gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnis auseinander und lädt ein, nicht-anthropozentrische Perspektiven einzunehmen, um tierliche Interessen in den Debatten über ein gutes Leben für alle mitzudenken. So achtet der vegan lebende Künstler auch bei seinen Arbeitsmaterialien, wie Farben und Pinsel, darauf, dass sie keine tierlichen Bestandteile enthalten.

Im Fokus der Ausstellungen des Klimaschaufensters mit Workshops, Vorträgen und Präsentationen steht die Frage: Wie können wir unseren Alltag klimafreundlicher gestalten? Die Stichworte Mobilität, erneuerbare Energien, ökologische Landwirtschaft, klimafreundlicher Konsum, Grün in der Stadt umreißen das Themenfeld der rund 15 Ausstellungen, die bisher mit Partnern aus dem Erlanger Nachhaltigkeits- und Klimaschutznetzwerk stattfanden. Die Ausstellung »No Cars Go« erweitert dieses Spektrum um einen spannenden Brückenschlag aus der Kunst zwischen Tierrechten und Mobilität hin zu der Frage: Wem gehört der (urbane, rurale) Raum?

Vernissage
Sa, 23. April 2022, 17 Uhr
Die Eröffnungsrede hält die Kunsttheoretikerin Ana Dimke.

Ausstellungsdauer
April – 11. Juni 2022

Öffnungszeiten
Mi 12 – 18 Uhr
Do 12 – 18 Uhr
Fr 12 – 20 Uhr
Sa 12 – 17 Uhr
So 11 – 14 Uhr
sowie zur Langen Nacht der Wissenschaften am 21. Mai 2022 von 18 – 24 Uhr.
Zusätzliche Öffnungszeiten für Schulklassen und Gruppen möglich.
Kontakt: info@klimaschaufenster.de

Die Ausstellung »No Cars Go« ist ein Projekt des Forums Tierrechte des Nachhaltigkeitsbeirats der Stadt Erlangen.

Glänzende Aussichten

»Glänzende Aussichten auf Klima, Konsum und andere Katastrophen« – Braucht die wirklich jemand in Zeiten von Corona? Das haben wir uns lange gefragt, und um so intensiver, je näher der Beginn dieser Karikurenausstellung im Klimaschaufenster rückte.

Für nächsten Sonntag, 5. April, war zusammen mit der vhs die Vernissage mit Häppchen, Musik und hoffentlich vielen Menschen im Klimaschaufenster geplant. Sie kann natürlich unter den gegebenen Bedingungen nicht stattfinden.

Aber für den Teil der Ausstellung, der im Klimaschaufenster gezeigt werden sollte, haben wir uns kurzerhand ein Format überlegt, mit dem wir die Karikaturen ab sofort zeigen können. Im Schaufenster des Klimaschaufensters und in den Fenstern des Lesecafes sind die Karikaturen ausgestellt und laden dazu ein, auf dem Weg zum Einkauf oder beim täglichen Spaziergang kurz innezuhalten und ein paar von ihnen zu betrachten.
Denn, seien wir ehrlich: So manche Wahrheit, die dort mit spitzer Feder auf den Punkt gebracht ist, gilt auch in Zeiten von Corona.